Mein Tigerplaisir 2008

 

Die Vorfreude war schon groß, am 09. Mai 2008 gegen 09:00 Uhr starteten wir (Tiger und ich) endlich zum Tigerplaisir 2008. Um nicht zu viel Zeit in heimischen Gefilden zuzubringen und ausreichend Zeit im Westen zu haben, legten wir die Strecke Salzweg – Aitrach (kurz nach Memmingen) auf der Autobahn zurück.

 Aber dann ging es „rund“! Die ausgesuchte Strecke verfügte über ausgesprochen „runde“ Kurven, unser beider Lieblingsbeschäftigung.

Kurz die Route: Aitrach – Dietmanns – Mittishausen – Bad Saulgau – Mengen – Sigmaringen – Bärenthal – Deilingen – Rottweil – Epfendorf – Sulz am Neckar – Dürrenmettstetten – Leinstetten – Lossburg – Oppenau – Allerheiligen – Achern – Rheinau – Bischwiller – Haguenau – Woerth – Lembach – Wengelsbach. 19:00 Uhr

Der Weg führte sowohl an der jungen Donau, als auch am Neckar entlang und nach Sulz und Loßburg in den Schwarzwald. Zumo sagte am Abend: 700,700 km – gut zu merken...

 Der Großteil der Teilnehmer war bereits vor Ort oder kurz vor mir eingetrudelt. So bezog ich unser Zimmer (René / Harleydoc + ich), überzeugte mich von der Funktionstüchtigkeit der Dusche (naja...) und dann gab es in gemütlicher Runde die erste Kostprobe der elsässischen Küche. Grandios, wie im Vorjahr. Überaus nette Leute sorgten für ein gewaltiges Durcheinander der verschiedensten Dialekte Deutschlands. Es wurde – wie an allen Abenden – viel erzählt und gelacht, gefachsimpelt und beratschagt.

 Nach ausgiebigem Frühstück (zwar keine Salami, aber eine Art Schweine-Magen-Pressack erfüllte denselben Zweck...) Start mit zwei Tagesgästen (Rodeo + X) zur ersten großen Tagestour (Tour de Lac) zu den Seen Richtung Vogesen. Jürgen, der Tourguide der Veranstalter hatte sich wieder selbst übertroffen und ein wahres „Schmankerl“ für uns ausgesucht. 348km.

Leider plagte mich eine permanent „einschlafende“ Gashand, so sonderte ich mich nach der mittäglichen Flammkuchen- Rast vom Rest der Truppe ab und fuhr die Tour alleine. Mit etwas mehr Tempo, dafür aber mehr Pausen zum Ausschütteln der nervengeplagten Gashand.

Auch ein solch wunderbarer Fahrtag geht aber einmal zu Ende, man traf sich abends beim Wirt und nahm einen weiteren Teil der leckeren Speisekarte in Angriff. Nicht wenige Teilnehmer versuchten sich darin, die Biervorräte der armen Wirtsleut’ so richtig zu dezimieren (sowohl Export, als auch Weißbier...).

 Der zweite Tag führte uns nach morgendlichem Frühstücks- Ritual in die Pfalz und wieder zurück ins zerklüftete Elsass, über La Petite-Pierre und Sarrebourg zur alten Festung Haut-Barr. Kleine und kleinste Straßen, viel durch Wald und Täler, kurz auch mal Schotter führten uns zurück nach Wengelsbach (Jürgen: SPITZE!). 315km.

 „Plötzlich“ war schon Montag, der Tag der Heimreise. Voll der Anerkennung für die Veranstalter Birgit, Christian und Jürgen (mit den unterschiedlichsten Aufgaben), unvergesslicher Eindrücke und auch ein wenig Wehmut ging es an die Heimreise.

 Zumo führte mich auf Nebenstraßen bis Karlsruhe, dann auf die Autobahn. Als ich bemerkte, dass Zumo dort bleiben wollte, erhielt es von mir die gelbe Karte und so suchte es uns eine weit schönere Strecke: Karlsbad, Neuenbürg (wunderschön), Igelsloch, Calw, Nagold, Horb, Haigerloch, Hechingen (Burg Hohenzollern sieht toll aus), Albstadt, Gammertingen, Münsingen. Da die Zeit weit fortgeschritten war, nahm ich wieder die BAB – Leider die Falsche (A8), die Lindauer wär’ besser gewesen...

 Kurz vor der Heimat genehmigte ich mir bei einem Bekannten (Wirt) meine Lieblings- Mehlspeise und kam gegen 20:00 Uhr (nach acht Stunden Fahrt, 10 ½ Stunden unterwegs) in Salzweg an.

Summe des Wochenendes:

Unvergessliche Eindrücke, wunderbare Strecken, tolle Leute, lecker Essen und 2009,9 Kilometer.

 

© Stefan @ www.t-pack.info