Das T-Pack Donau-Wald im Motorradmuseum
Bachmeier in Straßkirchen bei Passau
am 12.Mai 2006
Am 12. Mai fand im Gasthof Gutsbräu in Straßkirchen bei Passau die zweite Ausgabe des Stammtisches statt. Organisiert und geplant von Stefan gab es auch ein Rahmenprogramm das es in sich hatte. Doch dazu gleich.
Schon vor dem Eingang stand eine Triumph aus dem Jahre 1950 mit der ein neuer Gast in der Runde begrüßt werden konnte. Das Motorrad stammte noch aus deutscher Produktion und kann somit getrost als Ur-Ur-Großmutter aller Triumphs bezeichnet werden. Sie war in einem Zustand von dem man nur träumen kann: Alles spiegelte und funkelte, kein Ansatz von Flugrost oder sonstiger Patina konnte an dem voll funktionstüchtigen Gerät festgestellt werden. Sie befand sich in Originalzustand, lediglich an Kleinigkeiten unterschied sie sich vom Auslieferungszustand. So waren z. B. die Felgen nicht lackiert, doch an solchen Winzigkeiten sollte man sich angesichts des Gesamtzustandes nicht stören.
In der Gaststube, einem in früheren Zeiten als Aufenthaltsraum für Rindviecher genutzten Gewölbebau, wurde zuerst eine kräftige Brotzeit oder das eine oder andere Schnitzel zusammen mit selbstgebrautem Braunbier verdrückt und über dies und jenes geredet.
Anschließend machten wir uns dann auf in den ersten Stock
des über 400 Jahre alten Gemäuers. Unter dem Holzdachstuhl aus gehauenen Balken
ohne Stahlnägel standen hinter einer Tür mit dem einfachen Schild "MUSEUM" dann
so richtige Leckerbissen aus der jüngeren und älteren Geschichte. Man würde
eigentlich eher 20 als 200 Exemplare erwarten, doch nach vorsichtigen
Schätzungen des Betreibers dieses Museums, Reinhold Bachmeier, standen diese 200
Stück tatsächlich hier oben. Neben Vorkriegsmodellen der verschiedensten
Hersteller waren auch Exponate die das Nachkriegsdeutschland wieder mobil
machten. Darunter Ducatis, Yamahas, Hondas, NSU´s, Kreidlers und vor allem
Zündapps, die Marke die es dem Eigentümer am meisten angetan hat und ihm
besonders am Herzen liegen.
Die Zeit verging wie im Fluge und zu vielen der Ausstellungsstücke wusste
Reinhold einiges aus der Geschichte zu erzählen. Hersteller die es heutzutage
gar nicht mehr gibt wie Miele, DKW, NSU, Ariel und noch viele viele weitere
waren hier vertreten und wir erfuhren zum Beispiel dass es einmal in Deutschland
etwa 200 Hersteller von Motorrädern gegeben haben soll. Was mit ihnen passiert
ist? Nun, darauf einzugehen würde hier sicher den Rahmen sprengen und ist für
den Interessierten sicherlich einen Besuch im Museum wert.
Es fanden sich in der Sammlung viele seltene Stücke aus der jüngeren Vergangenheit der Motorradgeschichte, überwiegend standen aber so genannte Alltagsfahrzeuge die bis vor Kurzem noch im Einsatz waren im Ausstellungsraum. Von den Hondas der berühmten "Four"-Reihe waren hier gleich mehrere Exemplare vorhanden, auch von den XT´s standen sogar 9 Stück in den verschiedensten Ausführungen zur Ansicht bereit. Überwiegend Motorräder aus Japan waren zu bestaunen, aber auch Oldtimer aus Deutschland, Italien und England konnten in Augenschein genommen werden. Aber auch aus der jüngsten Vergangenheit sind Modelle in der Sammlung zu finden: Yamaha SRX, BMW R 80, Honda FVR und weitere sind ja auch heute noch zu Hauf im Einsatz. Doch wie lange noch? Hier sind sie schon mal, auf lange Sicht gesehen, in guten Händen.
Nach der Besichtigung und einem Gruppenfoto ging es dann wieder zurück in die Gaststube und es wurde dann noch viel über verschiedenste Dinge und vor allem über die Ausstellung gesprochen und der Abend neigte sich dann dem Ende zu.
An dieser Stelle nochmals vielen Herzlichen Dank an Reinhold Bachmeier für die Führung und Stefan für die Organisation dieses gelungenen Abends.
Wer Interesse hat das Museum selber mal zu besuchen, hier die Daten:
Museum für Klassische Motorräder
Reiner Bachmeier
Museum im Gutsbräu
Straßkirchen bei Passau
Öffnungszeiten: Mo, Mi - Sa 17.00 - 24 Uhr
So und Feiertags 10.00 - 24 Uhr
Kontakt: 0851/41692
Eintritt frei, aber eine Spende ist gerne gesehen.
Hier noch ein paar Bilder zum anschauen:
Mehr Bilder vom Mai 2007 gibt es hier zu sehen: