Der Stammtisch zu Gast im Mostviertel
vom 25. - 27. September 2009
zusammen mit den österreichischen Tigerfahrern aus dem Tigerhome

 

 

Reisebericht vom Motorrad-Urlaub in Wieselburg

vom 25.09.-27.09.2009

 


Am letzten Septemberwochenende 2009 lud der Pässetiger Hans aus der Nähe von Wieselburg wieder zu einem Österreicher-Treffen mit Stammtisch des T-Pack Donau-Wald nach Niederösterreich ein. Ein Triumph- und Freundestreffen sollte es werden. Da wir schon einige Male mit dabei waren, meldeten wir uns auch gleich ohne zu zögern an. In der Nähe von Ybbs an der Donau traf sich das T-Pack Donau-Wald (http://www.t-pack.info), das Triumph-Tigerforum (http://www.tigerhome.de) und die Wieselburger Endurodriver (http://www.endurodriver.at.tt ) und noch einige Motorradfreunde. Wie in den vergangenen Jahren wollten wir wegen der Nähe zum Dürnbacher Dorfstadl und der Möglichkeit die Strecke zu Fuß zurücklegen zu können wieder im Gasthof Bruckner in Wieselburg (http://www.gasthof-bruckner.at) nächtigen. Insgesamt „TIGERten“ wir über 900 km durch Bayern und Österreich.


Teilnehmer der Reise:
Moser Erich + Roswitha + Beatrice Triumph TIGER 955i


Teilweise: diverse Triumph- und -Tiger-Fahrer und die Wieselburger Endurodriver. Der Pässetiger Hans konnte in diesem Jahr leider nicht mit dem Motorrad dabei sein.


1.Tag 25.09.2009 Freitag; Anreise nach Wieselburg und Biker-Stüberl


Leider musste die Rosi an diesem Freitagvormittag noch arbeiten. Wir konnten deshalb erst um 12 Uhr bei bestem Motorradwetter (20°C und Sonnenschein) in Richtung Österreich los fahren. Wir starteten in Furth bei Bogen an der Donau und fuhren immer an der Donau entlang über Deggendorf, Hengersberg, Winzer und Windorf durch Passau. Über die Donau- und die Innbrücke erreichten wir dann auch gleich unser Nachbarland Österreich. Gleich danach wurden von einer Tafel begrüßt: „Willkommen im oberen Donautal“. Über Engelhartszell und die Schlögener Schlinge fuhren wir bei Aschach a. d. Donau auf die linke Donauseite. In Ottensheim legten wir einen kurzen Tankstopp ein. Im geliebten Linz drehten wir eine „Ehrenrunde“ über die Donaubrücke bevor wir dann wieder auf der gewünschten Donauseite Steyregg und Mauthausen erreichten. In Mauthausen legten wir dann gegen 15:00 Uhr eine ausgiebige Kaffeepause ein. Bei strahlend blauem Himmel und Sonnenschein genossen wir die österreichische Kaffeehausatmosphäre mit einer Sachertorte bzw. einem Teeblatt. Im wunderbaren Donautal erreichten wir dann Grein, Persenbeug und auf der anderen Seite der Donau die Stadt Ybbs. Von dort aus sind es noch ca. 6 km bis Wieselburg, einer Messe- und Braustadt (Kaiser-Bräu) mit ca. 3500 Einwohnern. Wieselburg liegt im Mostviertel in Niederösterreich auf einer Seehöhe von 269 m. Um 16 Uhr trafen wir dann im Gasthaus Bruckner in Wieselburg ein. Nach einem kurzen Einkaufsbummel in Wieselburg trafen wir uns dann schon ab 18:00 Uhr mit dem Hans und einigen Teilnehmern beim Bruckner in der Gaststube. Nach dem vorzüglichen Essen wurden wir auch gleich von dem organisierten Shuttledienst ins Biker-Stüberl der Wieselburger Endurodriver gebracht. Bis in den späten Abend, teilweise auch noch länger, wurden über das Hobby Motorradfahren und die unternommenen Ausfahrten und Urlaubsreisen diskutiert. Längere Diskussionen gab es auch über die KFZ-Kennzeichen DD und UU (für Insider). Herzlichen Dank an den Endurodriver Franz, der uns das Biker-Stüberl zu Verfügung stellte. Noch einmal herzlichen Dank an den Jürgen, der uns gut und sicher in unser Nachtquartier zurück brachte. Am Samstag standen dann tolle Ausfahrten auf dem Programm.


Anreise: Bogen – Deggendorf – Hengersberg – Winzer – Windorf – Passau – Englhartszell – Schlögen – Ottensheim – Linz – Steyregg – Mauthausen – Persenbeug – Ybbs – Wieselburg – Gasthaus Bruckner ( insges. ca. 254 km)




2.Tag 26.09.2009 Samstag; Organisierte Ausfahrten

Ab ½ 8 Uhr gab es beim Bruckner das Frühstück und wir waren natürlich pünktlich da. Ab ½ 9 Uhr waren dann die ersten Teilnehmer der Ausfahrten beim Parkplatz des Gasthauses Bruckner, der als Treffpunkt angegeben wurde. Es wurden 2 unterschiedliche Touren angeboten. Entweder eine Fahrt ins Waldviertel oder eine Fahrt rund um den Ötscher und zu den Wildalpen. Die Rosi und ich entschieden uns spontan für die Wildalpentour. „Unser“ Tourguide Franz erklärte die Runde kurz und schon ging es in Richtung Scheibbs los. Über St. Anton a. d. Jeßlitz erreichten wir über eine tolle kurvige Motorradstrecke die Ortschaft Puchenstuben. Dort sammelte sich die Gruppe wieder um über eine kleine Panoramastraße (Trefflingfallstrasse), wo eigentlich nie mit Gegenverkehr zu rechnen ist, zu einem wunderbaren Aussichtspunkt zu fahren, wo ein einmaliger Blick auf den Hausberg der Region, den 1896m hohen Ötscher (http://www.oetscher.at/sommer/de/start.html) zu genießen war. So gegen 10:00 Uhr wurde dort eine kurze Pause eingelegt. Über den Erlaufboden trafen wir in Wienerbrück die Hauptstraße wieder. Über Josefsberg und Mitterbach am Erlaufsee trafen wir dann zum ersten Mal in Mariazell (der mit Abstand wichtigste Wallfahrtsort Österreichs, wo der Papst 2007 einen Besuch abstattete) ein. Ohne Zwischenhalt fuhren wir weiter nach Gusswerk. Über Wegscheid und Aschbach erreichten wir gegen 11:00 Niederalpl (Passhöhe 1220 m), wo wir dann im Berggasthof Ploderer (http://www.plodererhof.at) einen Einkehrschwung durchführten. Zur Brotzeit gab es dann Würstchen (Frankfurter (A) bzw. Wiener (D)) und die entsprechenden Getränke dazu. Es muss noch gesagt werden, dass sich die Endurodriver bei der Wahl des Essens und der Getränke einig waren. So gegen 12:00 Uhr starteten wir dann wieder vom Parkplatz des Gasthauses. Über Mürzsteg und Frein an der Mürz befuhren wir dann den Lahnsattel wieder in Richtung Mariazell. Bei Terz merkten wir plötzlich dass irgendetwas in der Gruppe nicht stimmte. Wir sammelten uns an einem Parkplatz und zählten noch einmal durch, wir stellten fest, dass der Dirk und die Sonja fehlten. Einige Endurodriver machten sich sofort auf die Suche nach den Abgängigen. Die Beiden konnten aber auch nach längerer Suche nicht mehr gefunden werden. Es wurde vereinbart, dass 2 Endurodriver weitersuchen und man sich nach Mariazell bei Gusswerk wieder trifft. Per Handy wurde auch noch versucht, über Umwege den Dirk zu erreichen, was aber dann auch nicht klappte. Die größere Gruppe wurde dann weiter über Gscheid und Ulreichsberg an einer landschaftlich einmaligen Nebenstrecke vorbei am Hubertus-See geführt. Bei der berühmten Wuchlwirtin wurde aber nicht auf die Spezialität „Wuchtln“ eingekehrt. Auf der Weiterfahrt auf dem schmalen Sträßchen schockten wir einen Nordic-Walker, oder er uns, als er hinter einem Felsvorsprung in der Mitte der Straße walkte. Mariazell streiften wir wieder und dann ging es weiter nach Rasing, wo wir dann einen Tankstopp einlegten. Wieder versuchten wir den Dirk anzurufen bzw. ihn zu orten. Wir waren aber kurz vor Gusswerk, wo dann der Dirk mit einem Endurodriver stand und uns herzlich begrüßte. Die Auflösung des Rätsels: Der Dirk stand in Niederalpl mit seiner Daytona nicht bei der Gruppe, sondern weit abseits. Das wusste allerdings keiner. Die Gruppe startete und als dann die gesamte Gruppe auf der Stecke war, fuhr natürlich auch der Lumpensammler Naz als letzter los. Keiner merkte dass der Dirk noch nicht so weit war und so geschah es, dass der Dirk auch bereits bei der ersten Kreuzung nach Niederalpl falsch fuhr. Na ja, wir haben ihn und die Sonja zufällig wieder gefunden. Weiter ging es dann die Traum-Motorradstrecke bis nach Wildalpen. Kurve an Kurve reiht sich im Salzatal, umrahmt ist das Ganze dann von einer wunderbaren Gebirgslandschaft und an diesem Tag auch noch Sonnenschein und blauer Himmel. Einfach GEIL GEIL GEIL (würde man heutzutage sagen). In Wildalpen war dann die Mittagspause geplant. Da aber das vorgesehen Wirtshaus direkt an der Straße lag und in der Nähe noch etwas Tolleres zu finden sein sollte, fuhren wir nach Hinterwildalpen in ein abgelegenes Tal. Gegen 14:00 Uhr waren wir dann beim Gasthof zum Krug auf der Terrasse mit traumhaftem Bergpanorama und idyllischer Stille der Berge. Nach der kurzweiligen Pause vorzüglichem Mittagessen samt Getränken wollte der Franz dann eine, nach seiner Meinung gut ausgebaute, 12 km lange Schotterstrecke als Abkürzung anpreisen, was aber nicht bei allen Teilnehmern so richtig gut an kam. Also fuhren wir das schöne Tal zurück und weiter über Wildalpen, Lassing, Göstling (Tankpause), an der Ybbs entlang bis nach Lunz am See. Über ein paar Zusatzkurven führte uns der Franz dann über Gaming, Scheibbs und Wieselburg dann nach Dürnbach, zum Dorfstadl, wo dann am Abend die große Party steigen sollte. Die Waldviertelgruppe war auch schon da. Ein Begrüßungbier und ein Gruppenfoto war der Grund dieses Abstechers. Dann zurück in unsere Unterkünfte. Nach der Dusche machten sich die Rosi und ich dann auf um zu Fuß den Dorfstadl in Dürnbach zu erreichen. So gegen 18:40 Uhr waren wir dann fast die ersten Gäste. Der Stefan ist aus Passau über die Nockalmstrasse angereist (ca. 650km) und saß schon beim Hans im Stadl. Nach und nach trafen dann alle Gäste ein. Der Horst kochte wieder vorzüglich auf. Gulasch und Lasagne gab es zur Auswahl. Er ging sogar auch noch auf Sonderwünsche (Ela) ein. Nach dem Essen kam dann noch die offizielle Begrüßung durch den Hans, der das Treffen optimal organisierte und vom Franz, der die Triumph-Fahrer im Namen der Wieselburger Endurodriver begrüßte. Die weiteste Anreise hatte der Martin, der ca. 5000 km quer durch Europa reiste und das Treffen als willkommene Abwechslung mit nahm. Ein "Four-Pack Wieselburger" war die Belohnung dafür. Kuchen und Gebäck wurde dann auch noch serviert. Wir erlebten einen wunderbaren, interessanten Abend mit jeder Menge Benzingesprächen. Es wurde erzählt, dass die letzten Gäste erst um ½ 4 Uhr morgens den Dorfstadl verließen. Besonders zu erwähnen ist auch noch der Shuttleservice. Die Gäste wurden von den Zimmern abgeholt und auch wieder zurück gebracht. Super! Herzlichen Dank an die Chauffeure.


Tour: Wieselburg – Scheibbs – St. Anton a.d. Jeßlitz – Puchenstuben – Wienerbrück – Josefsberg – Mitterbach am Erlaufsee – Mariazell – Gusswerk – Wegscheid – Aschbach – Niederalpl – Mürzsteg – Frein – Lahnsattel – Gscheid – Ulreichsberg – Hubertus-See - Mariazell - Gusswerk – Wildalpen – Hinterwildalpen – Wildalpen – Lassing – Göstling – Lunz – Gaming – Scheibs – Wieselburg – Dürnbach - Wieselburg (insges. ca. 283 km, Schnitt 71,1 km/h)


3.Tag 27.09.2009 Sonntag; Rückreise über die Wachau

An diesem Tag stand leider die Rückreise schon wieder an. Um ½ 8 waren wir wieder beim Frühstück zu finden. Um 9:00 Uhr verabschiedeten wir uns noch von den Teilnehmern, die ab Bruckner-Parkplatz noch eintrafen. Da wir wieder mit Sonnenschein bereits am frühen Morgen verwöhnt wurden, beschlossen die Rosi und ich, noch eine Wachaurunde (http://www.wachau.at/donau/WN/) zu drehen. Wir waren ja sehr nah an dieser berühmten Weingegend an der Donau. Wir starteten unseren Tiger und fuhren zuerst in Richtung Ybbs. Bei Persenbeug ging es dann donauabwärts über Marbach a.d.D. an das rechte Donauufer bei Melk. Wir wollten halt eine Runde drehen. Schönbühel, Aggsbach Dorf, Schwallenbach, Rührsdorf sind auf der unbekannteren Donauseite in der Wachau zu finden. Bei Mautern überquerten wir die Donaubrücke nach Krems-Stein. Auf der Rückfahrt findet man dann Orte wie Dürnstein, Weißenkirchen in der Wachau und Spitz. 2x blieben wir kurz für eine Einkaufspause stehen. Anschließend fuhren wir am Donauufer weiter über Persenbeug und Grein nach Mauthausen, wo wir wieder eine kurze Kaffeepause einlegten. Durch Linz kamen wir wieder ohne Probleme. Eferding, Schlögener Schlinge, Wesenufer, Engelhartszell und schon wechselten wir bei Passau wieder auf die bayerische Seite. In Gaishofen machten wir dann eine Mittagspause im Fischerstüberl (http://www.hellers.info/fischerstueberl/index.html). Die Fischwürste mundeten vorzüglich. Die letzten Stationen waren dann Windorf, Vilshofen, Winzer, Hengersberg, Deggendorf, Loham, Welchenberg, Pfelling, Bogen und dann waren wir wieder gut zu Hause angekommen.


Rückreise: Wieselburg – Ybbs – Persenbeug – Marbach – Melk – Aggsbach Dorf – Schwallenbach - Mautern – Krems – Dürnstein - Weißenkirchen – Spitz – Persenbeug – Grein – Mauthausen – Linz – Eferding – Engelhartszell – Passau – Vilshofen – Hengersberg – Deggendorf – Loham – Bogen/Furth (insges. ca. 365 km, Schnitt 70,8 km/h)




Fazit:

Ich weiß zwar nicht wie der Hans das macht, aber wir hatten wieder einmal 3 Tage herrlichstes Motorradwetter. Wir haben die Gelegenheit genutzt und die Einladung nach Wieselburg in Niederösterreich für einen tollen Kurzurlaub genutzt. Die einmaligen Motorradstecken kannten wir teilweise bereits. Wir sind aber jedes Mal aufs Neue begeistert. Highlight des Wochenendes war natürlich der Stammtisch im Dorfstadl von Dürnbach. Auch an dieser Stelle noch einmal einen herzlichen Dank an Pässetiger Hans, sein gesamtes Team und die Wieselburger Endurodriver. Wir möchten uns auch noch einmal für die Gastfreundschaft bedanken die wir dort erfahren durften. Wir haben über 900 Motorradkilometer und Kurven ohne Ende auf dem Tiger ohne Probleme abgespult und wir freuen uns auf die nächste Reise.

 

Die Bilder des Wochenendes gibt es hier als YouTube-Video zum anschauen:

 

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© Erich @ www.t-pack.info