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Diese Daytona 900 Super III ist eine von insgesamt 140 in Deutschland offiziell vertriebenen Exemplaren. Sie stammt aus dem Baujahr 1994, die Reihe wurde von ´94 bis 96 aufgelegt. Ich erwarb sie damals als Erstbesitzer und war auch bei ihrer "Geburt" dabei, das heißt, als sie aus der aus England gelieferten Kiste befreit wurde. Ich atmete sozusagen also noch Inselluft ein, bevor das Bike die gute Bayerwaldluft in sich einsaugen und mit einem irren Sound durch die serienmäßige Carbonanlage wieder entlassen konnte. Auch weitere Teile wie zum Beispiel der vordere Kotflügel sind aus diesem damals noch sehr selten verwendeten Material, ebenso der Innenkotflügel über dem Hinterreifen. Am Cockpit finden sich auch Verkleidungsteile aus dem sehr leichten und stabilen Werkstoff, ohne dass man allerdings etwas von Leichtgewichtigkeit der ganzen Fuhre merkt. Immerhin bringt sie (laut Fahrzeugschein) noch stolze 253 Kilo auf die Waage! Ein weiteres Unterscheidungsmerkmal zur "normalen" Daytona ist die Zweifarbenlackierung in British Racing Yellow / Black (von Hand aufgebracht!), die sie schon von weitem als exclusiveres Modell der damals auf deutschem Boden noch recht selten vertretenen britischen Traditionsmarke erkennbar machte. Ebenso hat sie als Unterscheidungsmerkmal einen leicht veränderten Schriftzug am Tank auf: Schwarz mit weißem Rahmen, bei den zahmen Modellen war es umgekehrt.
Die Instrumente weisen eine weißen Hintergrund mit von hinten rot beleuchtetem Zifferblatt auf, im Gegensatz zum Serienmodell, bei dem die Diagrammfarbe schwarz war. Auch die Verkleidungsteile seitlich von den Armaturen sind auch Carbonfasern hergestellt.

Als Kernstück der Modifikationen zählt aber zweifellos das Motortuning durch die aus der Formel I bekannten englischen Manufaktur COSWORTH. Es wurde das Gehäuse gewichtsreduziert, die Verdichtung angehoben und andere, leichtere Kolben verwendet. Das Resultat dieser Maßnahmen ist eine Leistung von ca. 120-125 PS an der Kupplung, am Hinterrad stehen somit nachgewiesene 107 PS zur Verfügung. Dies beweist das Leistungsdiagramm:

Am Vorderrad kamen dann noch Sechskolbenzangen der Firma Alcon zum Einsatz, die unter anderem die Bremsen für den Eurofighter beisteuern. Die komplette Bremse ist aus dem Vollem gefräst und bietet im Zusammenspiel mit den Stahlflexleitungen einen genau definierten Druckpunkt und zum anderen hervorragende Dosierbarkeit verbunden mit überragenden Verzögerungseigenschaften. Zum damaligen Zeitpunkt sah man diese Art der Verzögerungshilfen nur im Rennsport oder an wesentlich teureren Einzelanfertigungen.

Die obigen Bilder sind zwar nicht die aktuellsten, aber ich habe mich sowieso entschlossen an dieser Daytona nicht zu verändern und sie im absoluten Originalzustand zu belassen. Na ja, ein bisschen eitel ist man ja schon, und deshalb mussten auch die Blinker im XXL-Format einer kleineren Ausführung (Vorne, Hinten) weichen. Diese sind allerdings erst auf den Links zu den neuesten Bildern vom Frühjahr 2005 zu sehen. 

Mit der Daytona habe ich bisher 60 000 Kilometer zurückgelegt und sie war über Jahre hinweg mein Erstmotorrad, da es auch mein einziges war. Ich bereiste damit so ziemlich alle Gegenden Deutschlands, Österreich, Italien, die Schweiz, Monaco und Frankreich. Höhepunkt aller Fahrten war sicherlich eine Alpenüberquerung über Landstrassen und Pässe über Österreich, Italien, Schweiz bis an die Cote d´Azur mit einem Abstecher nach Monte Carlo.  Sie war mir immer ein treuer Begleiter und machte auch in der Höhenluft des Col de la Bonnette nicht schlapp.

Durch die Daytona kam ich auch auf den Trichter mich mal auf ein Markentreffen zu wagen als ich im Jahre 1994 in einer Motorradzeitschrift in einer Kleinanzeige die Einladung zu einem solchen Triumph-Treffen las. Kurzerhand die Landkarte gezückt, Entfernung gemessen, angemeldet und dann ging es Tags darauf auch schon los. Dort angekommen lernte ich dann auch gleich den Veranstalter des Treffens, Marc O. Noll, recht schnell kennen. Diese Freundschaft besteht seither immer noch und er war auch verantwortlich dafür, daß ich mich immer mehr für die Marke von der Insel interessierte und ich auch aktiv an der Triumph-Szene teilnahm. In den folgenden Jahren besuchte ich dieses Treffen immer wieder und die Freundschaft vertiefte sich mit allen, die regelmäßig Marc´s Einladung folgten. So ist es auch heute noch, nur daß ich seit einiger Zeit nicht mehr mit der Daytona anreise, sondern mich ein bisschen in den Tigerbereich bewegte und daher mit der SuMo-Tiger auf Reisen gehe.

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