Die Bilder können durch anklicken vergrößert werden.

Es wurden folgende Modifikationen im Vergleich zum Original durchgeführt:

Ersatz der kompletten Gabel (Tauchrohre, Bremszangen- und Kotflügelaufnahme, Tachoantrieb), so dass die Felgen der Trident aus dem Baujahr 1994 verbaut werden konnten. Diese unterscheiden sich im Achsdurchmesser und in der Breite von denen der Tiger, wodurch der Gabelwechsel erforderlich war. Auch konnten deshalb die Bremszangen der Tiger nicht weiter verwendet werden und wurden ebenfalls durch die der Trident ersetzt. Da aber die Trident einen anderen Kotflügel spendiert bekam, wechselte auch dieser auf die Tiger um in die vorhandenen Halterungen zu passen. Der Tachoantrieb stammt auch aus dem erwähnten T 300 Modell und so brauchte auch keine Übersetzung auf den geänderten Radumfang von ursprünglich 19" auf jetzt 17" erfolgen. Wie bereits erwähnt, differiert auch die Felgebreite der beiden Baureihen, daher konnte auch die originale Gabelbrücke nicht an ihrem angestammten Platz verweilen und wurde kurzerhand durch eine aus der T 300 ersetzt. Da die Tauchrohre der Trident und die Standrohre der Tiger zusammen um einiges länger sind als die jeweiligen Werksteile, stand das Gefährt nun aber leider etwas hochbeinig da. Um aber die Fahrwerksgeometrie nicht zu verändern war es unbedingt erforderlich die Gabel etwas aus der Brücke herausragen zu lassen, wobei jedoch wiederum der Lenker im Wege war. Diesen versetzten wir aber Dank der Lenkeraufnahme von LSL ein Stück nach hinten und die Gabel passte gerade so am Lenker vorbei. Da die Gabel ja sowieso schon zerlegt war, kamen dann gleich auch noch progressive Federn aus dem Hause Wilbers zum Einsatz um eine verschärfte Gangart zuzulassen ohne dass der Vorderbau dabei zu sehr eintaucht. An der Hinterhand war keinerlei Schnickschnack in Form von Umbauten zu machen, da die Maße der beiden Baureihen hier genau gleich waren und die Felge somit unverändert eingebaut werden konnte.

Als optischer Kick kamen dann noch Blinker aus dem Zubehörhandel hinzu, diese Teile sehen denen der T 709 zum verwechseln ähnlich und selbst "Experten" lassen diese als Originale durchgehen. Damit waren nun auch die Schaufeln die ursprünglich montiert waren Vergangenheit.

Als letztes ergatterte ich dann noch eine BOS-Racinganlage die den Sound des Triples erst so richtig zur Geltung bringt. Angenehmer Nebeneffekt ist, dass der Motor schon in unteren Drehzahlen mehr Drehmoment aufweist und so ein ausdrehen nicht mehr so oft notwendig ist. Falls mal wirklich an der Schraube gedreht wird brüllt die Anlage einen Klang ins Freie der einem Porsche bei Vollgas nicht unähnlich ist.

Im Falle eines Falles können noch Koffer an das Gefährt montiert werden, in der Regel reicht hier ein 45-Liter Topcase. Geht es über einen längeren Zeitraum auf die Reise, können noch zwei weitere Behältnisse mit dem gleichen Volumen an die meist nicht verbaute Halterung gepresst werden. Damit stehen insgesamt 135 Liter Kofferraum zur Verfügung, das sollte selbst für Fahrer und Sozia für zwei Wochen reichen.

Nicht vergessen möchte ich hier zu erwähnen, dass der Umbau von Marc O. Noll aus Schwäbisch Hall durchgeführt wurde. Ihm ist es auch zu verdanken dass sich die Kosten in erträglichem Rahmen hielten, da er sein Lager an T 300 Teilen extra für dieses Projekt plünderte und die noch fehlenden Teile günstig auf dem Gebrauchtteilemarkt zusammenkramte. Nicht zuletzt hat er es auch geschafft den TÜV-Prüfer davon zu überzeugen, dass ein Eintrag von Reifentypen nicht zwingend erforderlich zu sein scheint.

Auf dem Saisoneröffnungstreffen der Tigerfahrer 2006 konnte ich dann noch einen Satz Spiegel abgreifen die ich dann auch gleich mal an den Tiger montierte:

   

Als weitere Modifikation wurde die Cockpitbeleuchtung in Rot gehalten und dabei gleich mal die Stärke der Glühlampen erhöht. So ist es nun auch bei Dämmerung oder Tunneldurchfahrten möglich die Anzeigen abzulesen.

Anschauen könnt ihr euch das Ganze natürlich auch:

Eine bebilderte Anleitung gibt es auf der eigenen Homepage zum durchlesen: Hier Klicken.

 

Im Juli 2007 wurde dann die komplette Gabel von der Trident eingesetzt was zur Folge hat dass der Tiger nun nicht mehr so hochbeinig daherläuft und die Standrohre nun nicht mehr aus der Gabelbrücke ragen. Als angenehmer Nebeneffekt sank auch der Schwerpunkt der Fuhre und  man jetzt nicht mehr auf Stelzen laufen muss um einen sicheren Stand zu haben.

Bilder des Ergebnisses sind hier zu sehen:

 

Ebenfalls 2007, aber erst im August, bekam der Tiger ein Navi spendiert. Die Wahl fiel auf das Zumo 500 von Garmin das mit Hilfe der Halterung von Touratech an der Mittelstrebe des Lenkers seinen Platz fand und so optimal im Blickfeld liegt ohne die Instrumente zu verdecken. Durch die Schließfunktion der TT-Halterung ist das Gerät auch einigermaßen vor Langfingern bei kurzen Stopps geschützt. Die Stromversorgung erhält das Zumo von der Batterie um auch bei Pausen mit genügend Saft versorgt zu sein.

           

 

Als Nächstes wird der Tiger mit neuen Reifen vom Typ Metzeler Roadtec Z6 ausgerüstet werden, mal sehen wie sie sich so machen.

 

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